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Berufsorientierungszeit ebnet Schulabgängern den Weg in die Westpfälzer Arbeitswelt

31. März 2026

Modellprojekt schafft direkte Übergänge von Schule in Ausbildung und Arbeit

Kaiserslautern — In der Westpfalz startet ein regionales Modellprojekt, das Schulabgängern eine konkrete Chance auf einen beruflichen Einstieg bietet. Unter dem Namen Berufsorientierungszeit werden junge Menschen individuell beraten und über Praktika an die Anforderungen der Arbeitswelt herangeführt.

Das kostenlose Angebot richtet sich an Personen aus Rheinland-Pfalz bis 28 Jahre mit Schulabschluss. Projektleiterin Eva‑Maria Hermann von der Pirmasenser Unternehmensberatung Sefrin & Partner beschreibt das Ziel so: «Wir holen die Teilnehmenden dort ab, wo sie stehen, und helfen, eine realistische Perspektive für Ausbildung, Studium oder Einstieg in den Job zu entwickeln.»

Praktika als Schlüssel zur Berufsentscheidung

Im Kern des Projekts stehen erlebnisorientierte Praktika, die meist zwei bis sechs Wochen dauern. Die Länge wird in Abstimmung mit den beteiligten Betrieben festgelegt. Junge Menschen können Einblicke in handwerkliche Berufe wie Kfz‑Mechatronik, Tischlerei oder Metallbau erhalten, aber auch in Forschungsbereiche sowie Hotellerie und Gastronomie.

Betreut werden die Teilnehmenden während der Praktika von Expertinnen und Experten des Projekts; zusätzlich ist die Handwerkskammer der Pfalz als Partner an Bord. Die Kammer vermittelt Kontakte zu regionalen Betrieben und unterstützt die Suche nach passenden Einsatzstellen.

Regionale Betriebe öffnen sich für Nachwuchs

Nach Angaben der Projektleitung arbeiten zahlreiche Westpfälzer Unternehmen mit. «Wir haben einen regionalen Pool mit Betrieben, die Nachwuchskräfte suchen und gewillt sind, junge Menschen bei uns in der Region zu halten», so Hermann. Ziel sei es, Ausbildungswege zu fördern und den Übergang in Arbeit zu erleichtern.

Seit dem Start im Juli 2024 haben 71 Personen an der Berufsorientierungszeit teilgenommen. Fast alle hätten im Anschluss eine berufliche Perspektive gefunden, mehr als die Hälfte habe direkt in eine Ausbildung, ein Studium oder eine Festanstellung wechseln können.

Rahmen und Kapazitäten

Gefördert wird das Modellprojekt gemeinsam von der Handwerkskammer der Pfalz und dem Arbeitsministerium des Landes Rheinland‑Pfalz. Insgesamt stehen 90 kostenfreie Teilnahmeplätze zur Verfügung. Träger und Umsetzer des Vorhabens ist die Unternehmensberatung Sefrin & Partner aus Pirmasens.

Das Projekt richtet sich vor allem an jene, die am Ende der Schulzeit noch unsicher sind und praktische Orientierung suchen. Für Betriebe bietet es die Chance, potenzielle Auszubildende kennenzulernen und regionale Fachkräfte zu gewinnen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: swr.de

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