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Amazon legt 15 Milliarden Euro in Frankreich auf den Tisch und plant 2.000 Jobs an der Grenze

11. Mai 2026

Amazon kündigt rekordhohe Investitionen in Frankreich an und stärkt Logistik an der Grenze

Der Onlinehändler Amazon hat ein Investitionspaket in Höhe von rund 15 Milliarden Euro für Frankreich angekündigt. Bis 2028 sollen die Mittel in Infrastruktur, Betrieb, Cloud- und KI‑Kapazitäten sowie neue Logistikstandorte fließen. Nach Unternehmensangaben entstehen landesweit mehr als 7.000 unbefristete Stellen.

Ein zentraler Baustein des Programms ist der Ausbau des Verteilnetzes in der Region Grand Est, die an das Saarland und an Teile von Baden-Württemberg grenzt. Für die elsässische Gemeinde Ensisheim ist die Inbetriebnahme eines neuen Verteilzentrums gegen Ende 2027 geplant, wodurch dort etwa 2.000 Festanstellungen geschaffen werden sollen.

Amazon ist in der Grenzregion bereits präsent: Das Distributionszentrum in Augny bei Metz ist seit 2021 in Betrieb und beschäftigt nach Angaben des Unternehmens rund 4.000 Menschen. Insgesamt gibt Amazon an, in Frankreich mehr als 25.000 unbefristete Arbeitsverträge zu unterhalten und seit 2010 über 30 Milliarden Euro in Logistik und Technologie investiert zu haben.

Der Konzern betont, dass die Investitionen nicht nur Arbeitsplätze bringen, sondern auch die Lieferwege verkürzen und Emissionen verringern sollen. Als Beispiel nennt das Unternehmen das Zentrum in Augny: Kürzere Lagerstrecken hätten die durchschnittliche Transportdistanz um etwa 25 Prozent reduziert und den CO2‑Ausstoß pro Paket deutlich verringert.

Die Ankündigung dürfte in den grenznahen deutschen Regionen mit gemischten Reaktionen aufgenommen werden: Hoffnung auf neue Arbeitsplätze und besser vernetzte Lieferketten steht der Sorge gegenüber, dass weitere Logistikflächen den Verkehr und Druck auf lokale Infrastrukturen erhöhen könnten. Jean-Baptiste Thomas, Geschäftsführer von Amazon in Frankreich, fasst die Motivation so zusammen: «Die Investitionen kommen direkt den Regionen zugute und verbessern Lieferzeiten sowie Sortiment für die Kundschaft.»

Für das Saarland und angrenzende Gebiete bedeutet das Paket konkret stärkere wirtschaftliche Vernetzung mit französischen Logistikstandorten und potenziell neue Kooperations‑ und Arbeitsmöglichkeiten auf beiden Seiten der Grenze.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: saarbruecker-zeitung.de
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