Disney fährt harten Sparkurs: Bis zu 1.000 Stellen sollen fallen, Streaming im Fokus
Disney kündigt umfassende Neuausrichtung an und plant bis zu 1.000 Stellenstreichungen
Los Angeles, 9. April 2026 — Walt Disney bereitet sich auf eine neue Welle von Entlassungen vor. Konzerninterne Quellen zufolge sollen in den kommenden Wochen bis zu 1.000 Stellen wegfallen, vornehmlich in der zusammengelegten Marketingabteilung. Die Maßnahmen zählen zu den ersten großen Schritten unter dem neuen Vorstandschef Josh DAmaro und sind Teil einer weitreichenden Neuaufstellung zugunsten des Streaminggeschäfts.
Hintergrund der Neuausrichtung sind strukturelle Verschiebungen im Kerngeschäft. Streamingdienste bringen niedrigere Margen als das klassische lineare Fernsehen, das Kinogeschäft schwächelt, und der Wettbewerb durch Techplattformen wie Amazon und YouTube nimmt zu. Disney will durch Personalanpassungen und organisatorische Bündelungen Kapital freisetzen, um stärker in digitale Produkte und integrierte Angebote zu investieren.
Seit der Rückkehr von Bob Iger im Jahr 2022 durchläuft der Konzern bereits einen breit angelegten Umbau. Mehr als 8.000 Stellen fielen seither weg. Die aktuelle Runde ist unter dem internen Codenamen Project Imagine eingeordnet. Teil der Strategie ist die Neuorganisation des Marketings: Erstmals werden Unterhaltung, Erlebnisse und Sport unter einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt. Parallel werden die Streamingaktivitäten enger verzahnt; langfristig sollen Disney und Hulu in einer App zusammengeführt werden. Unterstützt wird Disney dabei von Beratern der Unternehmensberatung Bain.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 beschäftigte Disney rund 231.000 Menschen. Etwa 80 Prozent arbeiten im Bereich Erlebnisse, etwa Freizeitparks und Konsumgüter, die derzeit Wachstumstreiber sind. Die anstehenden Einschnitte betreffen dagegen vor allem Unterhaltung, Sport und Verwaltung. Für die Betroffenen bedeutet das kurzfristig Unsicherheit und für den Konzern die Hoffnung auf effizientere Strukturen.
Auf dem Markt steht viel auf dem Spiel. Die Aktie hat seit ihrem Hoch 2021 erheblich an Wert eingebüßt, Analysten beobachten die Entwicklungen deshalb mit besonderer Aufmerksamkeit. Ob der neue Sparkurs den erhofften Turnaround bringt, wird sich an der finanziellen Entwicklung und der Reaktion der Investoren zeigen.
Kurzfristig dürften die Ankündigungen zu Unsicherheit bei Beschäftigten und Partnern führen. Langfristig zielt der Kurswechsel auf ein schlankeres Unternehmen, das seine Ressourcen stärker auf Streaming und digitale Geschäftsmodelle bündelt.

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