Nicolas Cage verweigert KI-Freigabe und stellt Zusammenarbeit mit Amazon infrage
Nicolas Cage verweigert KI-Freigabe und signalisiert Bruch mit einem großen Studio
Nicolas Cage hat auf der New York Comic Con klargestellt, dass er einer Klausel zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz für seine Marvel-Serie nicht zugestimmt hat und deshalb wohl keine weiteren Projekte mit dem Konzern anstrebt. Die Aussage fiel während seines Spotlight-Panels vor Publikum und sorgte in Branchenkreisen für Aufsehen.
Auf der Bühne erklärte Cage, er sei kein KI-freundlicher Schauspieler und habe die Erklärung, die Amazon die Nutzung von KI bei Spider-Noir erlaubt hätte, nicht unterschrieben. Er betonte, Amazon sei ein sehr KI-affines Unternehmen und fügte hinzu, er gehöre nicht zu deren Club. Gleichzeitig wirkte Cage erstaunlich gelassen und sagte, es sei in Ordnung, wenn sich daraus keine weitere Zusammenarbeit ergebe.
Die Serie Spider-Noir war im September nach nur einer Staffel eingestellt worden, obwohl sie in den ersten Wochen starke Sehdaten geliefert und mehrere Emmys gewonnen hatte. Einen direkten Beleg dafür, dass die verweigerte KI-Klausel zur Absetzung führte, nannte Cage nicht, machte aber deutlich, dass man die Zusammenhänge herstellen könne.
Blick nach vorn: Zusammenarbeit mit jungen Filmemachern und True Detective
Statt auf große Streamingkonzerne setzt Cage laut eigener Aussage lieber auf eine neue Generation von Filmemachern, die ihre Werke handwerklich und eigenständig produzieren. Er lobte insbesondere Regisseurinnen und Regisseure, die aus Online-Kanälen hervorgegangen seien und betonte die Freude an ungefilterter, handgemachter Arbeit.
Gleichzeitig verkündete Cage, dass er vermutlich wieder für Fernsehen arbeiten werde. Er nannte die Möglichkeit, für eine Staffel der Anthologie True Detective vor der Kamera zu stehen. Medienberichte bringen ihn bereits mit einer Rolle als New Yorker Detective in Verbindung, eine offizielle Bestätigung seitens des Senders steht noch aus.
Zwischen Kritik und Anerkennung: Cages Haltung zum Superheldenkosmos
Bereits zuvor hatte Cage das gegenwärtige Kursieren des Superheldenfilms kritisch kommentiert und das große Franchise-Kino als eine Art glorifizierte Show bezeichnet. Er betonte jedoch, dass er einige Produktionen wie Spider-Noir gerade wegen ihres detektivischen und erzählerischen Ansatzes geschätzt habe.
Wie es mit Sonys Marvel-Figuren bei Prime Video weitergeht, ist offen: Kooperationen zwischen den Studios werden weiterhin geprüft, doch nach Cages Worten dürfte eine Rückkehr des Schauspielers in ähnliche Projekte unwahrscheinlich sein.
Auf der New York Comic Con hinterließ Cage ein deutliches Statement zur Verantwortung von Schauspielerinnen und Schauspielern gegenüber ihrem Bild und ihrer Arbeit im Zeitalter von KI und Streaming, zugleich kündigte er einen künstlerischen Kurswechsel zugunsten handwerklicher Filmarbeit an.