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Philip Pratt verlässt Amazon MGM Studios Germany nach mehr als einem Jahrzehnt

09. August 2026

Philip Pratt gibt Führung der deutschen Originals auf

Philip Pratt, lange Jahre prägende Figur für das deutsche Programm von Prime Video, hat das Unternehmen überraschend verlassen. In einer internen Mitteilung teilte Tara Erer, Head of UK & Northern Europe Originals, am Montagabend mit, dass Pratt eine neue berufliche Herausforderung außerhalb von Amazon angenommen habe. Pratt stand elf Jahre bei Amazon in Diensten und verantwortete zuletzt seit 2018 als Head of German Originals die deutschen Eigenproduktionen bei MGM Studios Germany.

Unter seiner Leitung wuchs das Angebot an lokalen Formaten spürbar und reichte quer durch Genres. Zu den von seinem Team begleiteten Erfolgen zählen Formate wie «LOL: Last One Laughing» in deutscher Fassung, der internationale Erfolg «Maxton Hall», die Reality-Show «The 50», die Engelke-Pastewka-Serie «Perfekt Verpasst» sowie der Anti-Kriegsfilm «Der Tiger».

In der internen Nachricht würdigt Tara Erer Pratt als treibende Kraft: «Unter Philips Führung entwickelte sich das deutsche Team zu einem unserer kreativ ehrgeizigsten lokalen Studios.» Zugleich kündigte sie an, dass die Suche nach einer Nachfolge für den Posten Head of German Originals unmittelbar beginnen werde. Bis zur Besetzung der Stelle berichteten die direkt unter Pratt arbeitenden Teammitglieder künftig direkt an Erer.

Die operative Verantwortung bleibt vorerst verteilt: Petra Hengge zeichnet weiterhin für Serien verantwortlich, Verena Schilling betreut die Filme, und Volker Neuenhoff leitet den Unterhaltungsbereich. Nach Angaben aus der Leitung sollen laufende und in Entwicklung befindliche Projekte nicht durch Pratts Abschied beeinträchtigt werden. Erer betonte, sie werde eng mit dem Team zusammenarbeiten, um Unterbrechungen in der Entwicklung zu vermeiden.

Wohin Philip Pratt wechselt, ist bisher nicht öffentlich bekannt. Sein Weggang folgt auf weitere personelle Umbrüche im deutschen Prime Video-Team, nachdem bereits Ende des vergangenen Jahres Christoph Schneider das Unternehmen verlassen hatte. Die Branche beobachtet nun, wie Amazon seine Führungsstruktur in Deutschland neu aufstellt und welche personellen Entscheidungen als Nächstes getroffen werden.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: dwdl.de
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