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VW Softwaretochter Cariad kündigt Abbau von rund 1000 Stellen an

05. Oktober 2026

Cariad will rund 1000 Stellen abbauen

Die Softwaretochter des Volkswagen Konzerns plant einen weiteren massiven Personalabbau. Nach Angaben von Insiderkreisen stehen etwa 1000 Arbeitsplätze zur Disposition, das entspricht rund einem Viertel der Belegschaft. Ein genauer Zeitplan für die Umsetzung liegt noch nicht vor, und eine offizielle Stellungnahme von Cariad steht aus.

Auf einer Betriebsversammlung habe das Unternehmen den Mitarbeitenden die geplante Neuausrichtung erläutert. Als Begründung nennt die Geschäftsführung die Notwendigkeit, im Wettbewerb mit externen Softwareanbietern kosteneffizienter zu werden. Verhandlungen mit den Beschäftigten seien noch nicht abgeschlossen.

Im Zuge der Maßnahmen hat Cariad mehreren Tarifverträgen gekündigt, um Neuverhandlungen zu ermöglichen. Auch der Mutterkonzern Volkswagen hat einen großen Teil der bisherigen Tarifabkommen gekündigt; nach Angaben von IG Metall betrifft das bislang zehn Abkommen.

  • Geplante Investitionskürzungen von rund 6,1 Milliarden Euro für den Zeitraum 2027 bis 2031
  • Cariad soll zusätzlich 400 Millionen Euro zur Ergebnisverbesserung des Konzerns beitragen
  • Ein detailliertes Konzept mit möglicher Neuverteilung von Aufgaben wird bis Ende Dezember 2026 erwartet

Welche Bereiche konkret betroffen sein werden, ist bisher unklar. Berichten zufolge stehen insbesondere rund 500 Stellen aus der inzwischen aufgelösten Allianz zum automatisierten Fahren mit Bosch unter besonderem Druck. Zugleich prüft das Unternehmen, ob Abläufe durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz effizienter gestaltet werden können. Zu den weitergeführten Aufgaben zählen dem Vernehmen nach die Pflege der bestehenden Betriebssysteme E1.1 und E1.2 sowie die Entwicklung der CEA Softwarearchitektur für den chinesischen Markt.

Bereits im Vorjahr hatte Cariad etwa 1600 Stellen gestrichen und seine Rolle als alleiniger Entwickler einer gruppenweiten Softwareplattform zurückgefahren. Die aktuelle Ankündigung markiert einen weiteren Einschnitt in der laufenden Umstrukturierung der VW Softwareaktivitäten.

Für Beschäftigte und Betriebsrat bleiben viele Fragen offen. IG Metall und andere Arbeitnehmervertreter haben angekündigt, die Entscheidung kritisch zu begleiten. Konzern und Tochterfirma stehen nun vor der Herausforderung, den Spagat zwischen Kostendruck und notwendiger Innovationskraft zu bewältigen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: heise.de
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